Die Osteopathie wurde vom amerikanischen Arzt
Dr. Andrew Taylor STILL in der zweiten Hälfte des
19.Jahrhunderts begründet. Er argumentierte, dass Gott den
Menschen vollkommen geschaffen habe. Bei mechanischer
Betrachtungsweise wäre deshalb völliges Wohlbefinden durch
korrekte Anordnung und normale Funktion der Körperstrukturen
sowie durch gute Durchblutung und Weiterleitung von
Nervenimpulsen gegeben.

Somit kann eine Dysharmonie in der Körpermechanik sowohl
die betroffene Gewebsstruktur selbst beeinträchtigen, als auch
– über Gefäß- und Nervenbahnen – die Funktionen der inneren
Organe stören. Ebenso können durch das Lösen von
Gelenksblockaden nicht nur lokale Beschwerden, sondern auch
Funktionsstörungen in anderen Teilen des Körpers verbessert
werden. Aufbauend auf diesen Erfahrungen entwickelte Dr. Still
eine Methode zur Wiederherstellung der Mobilität im Körper -
die Osteopathie.

Martin Littlejohn, ein Schüler Stills, gründete 1917 in
Großbritannien die erste europäische Schule für Osteopathie,
und brachte damit die Osteopathie nach Europa. Ausgehend
von Großbritannien verbreitete sich die Methode nach dem
zweiten Weltkrieg zunächst in Westeuropa und später in ganz
Europa.

Durch die Arbeit von W. G. Sutherland D.O. (Ende des 19.
Jahrhunderts) und Harold Magoun D.O. (wissenschaftliche
Arbeiten) wurde das Craniale Konzept entwickelt und in die
Osteopathie integriert.

Die Palpation und Behandlung der Inneren Organe
(ViszeraleOsteopathie)
wurde erstmals im 19. Jahrhundert
durch die Ärzte Glenard und Stapfer bekannt gemacht. Der
heutige Wissensstand basiert auf den Arbeiten von
J.P. Barral D.O.

Wichtigste Grundlage für die strukturelle, viszerale und cranio-
sakrale Osteopathie ist das präzise Wissen der Anatomie;
nämlich einer Anatomie, die auf Bewegung ausgerichtet ist!

Geschichte und Philosophie